“Sein”

Ein Mensch zeigt auf Gitterstäbe, die sich aus dem Begriff ZUSEHEN formen. Das Gitters entsteht allein dadurch, dass in den Buchstabenkörpern das Bild ausgeblendet ist.
Die fehlenden Bildteile erscheinen auf der gegenüberliegenden Bildtafel, dort bilden sie das Wortgitter.
Beide Bildkörper direkt aufeinandergelegt ergeben das vollständige Ganze.
Die Spaltung in zwei gegensätzliche Pole (den Betrachter und das, was er sieht) wäre überwunden, eine allumfassende Einheit ist erreicht. Gleichzeitig sind dann die sich berührenden Bildflächen von außen nicht mehr einsehbar. Die beiden Bilder, die in der Trennung existent waren, verlöschen im Zustand des Eins-Seins. Diese Vollkommenheit ist nicht mehr darstellbar.
Sie besitzt kein Bild.

„Being“

The man points at the bars of his prison, which are formed by the term ZUSEHEN (SPECTATE).
The cage exists only because the body of the letters has been removed from the picture. The missing parts of the picture appear on an opposing surface, where they form of the word-cage. Both plates create a single whole only when they are laid atop one another. This action reconciles the split into two poles (the observer and the observed) and reinstates the original unity. At the same time, the unified surfaces are no longer visible from the outside. The two pictures, which had been existent in separation, dissolve when they come into a state of oneness.
This
perfection cannot be represented. It possesses
no image.

Technische Angaben:

Zwei Farbfotos (Cibachrome), welche im Raum direkt gegenüber positioniert sind.
Das in sich geschlossene “ZUSEHEN”-Gitter entsteht über den Bedeutungswechsel des Großbuch-stabens “N” durch eine 90°-Drehung.

Technical Information:

Two cibachromes, modified with typography, which are positioned directly opposite one another.
The continuous ZUSEHEN cage is formed by using the change in meaning undergone by capital “N” when it is turned 90°.